INTERNATIONALES GEMEINSCHAFTSENGAGEMENT-PROGRAMM 2025 – KAMBODSCHA
Das International Community Engagement Program (ICEP) von Music Sharing fand im Dezember 2025 über einen Zeitraum von 11 Tagen in Kambodscha statt. Das ICEP-Quartett, bestehend aus den Violinistinnen Midori und Haerim Oh, dem Bratschisten Andy Park und der Cellistin Annette Jakovcic, erreichte in Zusammenarbeit mit 18 lokalen Organisationen über 1000 Menschen in und um Phnom Penh und Siem Reap.
Das ICEP-Ensemble hatte während der Herbstmonate geprobt und traf sich einige Tage vor Beginn des ICEP in Phnom Penh wieder. Auf dem Programm standen Auszüge aus Beethovens 5. Sinfonie, Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ und Haydns „Lark“-Quartett.
Das Quartett besuchte Schulen, Krankenhäuser, Einrichtungen und ländliche Haushalte, wo es mit Schülern, Lehrern, Mitarbeitern, Familienangehörigen und Freiwilligen in Kontakt trat und für sie spielte. Viele der Organisationen arbeiten mit schutzbedürftigen und behinderten Menschen, versuchen, Menschenhandel und Ausbeutung zu verhindern, unterstützen Opfer und fördern die Entwicklung und Bildung von Jugendlichen. Jeder Besuch war auf das jeweilige Umfeld zugeschnitten

ICEP hatte Kambodscha bereits 2010 besucht, und Midori konnte bei dieser Gelegenheit wieder Kontakt zu einer Reihe von Organisationen aufnehmen, die sie vor 15 Jahren besucht hatte. Sie war tief bewegt, einige der Kinder von 2010 wiederzusehen, die inzwischen erwachsen waren, sowie einige Mitarbeiter, die sie bei ihrem früheren Besuch kennengelernt hatte und die an den jüngsten Präsentationen teilnahmen.
Midori war bei ihrer Rückkehr nach Kambodscha von Emotionen überwältigt. Es war tatsächlich ihr dritter Besuch; der zweite fand 2019 kurz vor der Covid-Pandemie statt. Sie stellte fest, dass sich das Land in vielerlei Hinsicht drastisch entwickelt hatte, aber dass es nach wie vor viele benachteiligte Bevölkerungsgruppen gab.
Nach ihrer ICEP-Erfahrung reflektierte die Cellistin Annette Jakovcic: „Einer der bewegendsten Momente ereignete sich in der Nähe von Siem Reap, wo wir für Familien in ihren abgelegenen Häusern auftraten. Wir spielten im Freien unter Pfahlbauten. Ich saß auf einem Holzstumpf, um mein Cello zu spielen, während sich die Familien auf Planen versammelten. Ich konnte spüren, dass jede Note mit aufrichtiger Wertschätzung aufgenommen wurde … Im Streben nach technischer Perfektion erliegen Musiker oft der Angst vor der Beurteilung. Diese (ICEP-)Erfahrung erinnerte mich daran, dass das wahre Wesen einer Darbietung das Geschichtenerzählen und die gemeinsame Freude an der Musik ist.“



